HD-VDR für Newbies

Wie baue ich ein Home Entertainment System

 

Stand : 01.02.2012

Letzte Änderung : 03.02.2012


Inhalt :

1. Einführung
2. Was kann der VDR ?
3. High Definition Fernsehen
4. Wahl der Hardware
5. Wahl der Software
6. Einstellungen im Mainboard BIOS
7. Installation der Software
8. Update aus dem Internet installieren
9. Midnight Commander
10. Statische IP-Adresse
11. Web-Interface und VDR Live
12. Kanalliste
13. Tastaturbedienung
14. Einstellungen im VDR
15. Auf den VDR zugreifen
16. Das X-Box Media Center
17. Dolby Digital Ton
18. Netzwerkzugriff mit Samba
19. Tonumschaltung per Menübefehl
20. Sicherung der Konfigurationsdateien
21. Einbindung einer externen Festplatte
22. Installation weiterer Module
23. Auslesen der BIOS Version
24. Einrichten der Fernbedienung
24a. Harmony 650 Fernbedienung
25. Wake up mit ACPI und aus der Ferne
26. Einbau einer Solid State Festplatte
27. Einbau ins Gehäuse
28. Editieren der Datei fstab

 

1. Einführung

Im Jahr 2004 habe ich meinen ersten VDR gebaut. Dieser ist bis heute im Einsatz und kann immer noch einiges mehr als jeder käufliche Festplatten-Receiver. Vorgerstern, am 12.02.2010 war der offizielle Startschuß des HD-Regelbetriebes (HD = High Definition = Fernsehen in hoher Auflösung) bei ARD und ZDF. Jetzt senden die beiden Sender ihr Programm also zusätzlich in Kinoqualität, und das ohne Aufpreis.

Der Wunsch nach HD und die neuen Möglichkeiten bei Hardware und VDR-Distributionen haben mich bewogen, einen neuen VDR zu bauen. Kauf eines fertigen Gerätes kam für mich nicht in Frage : Einmal VDR immer VDR.

Die Website meines ersten VDR's : www.partyfotos.de/vdr/vdr.htm

Einige Grundlagen, insbesondere Kapitel 2 - 4, sind immer noch gültig.

Dieser Text hat den Stand Februar 2010. In der Computertechnik, inbesondere im HD-VDR-Bereich tut sich vieles, deshalb kann es immer zu Änderungen kommen.


2. Was kann der VDR ?

Der neue HD-VDR kann :

- Fernsehen und Radio von Satellit, Kabel und/oder terrestrischem Funk (DVB-T) empfangen, aufzeichen und wiedergeben
- HD (High Definition) Fernsehen wiedergeben und aufzeichnen (Formate DVB-S und DVB-S2, MPEG2 und MPEG4 h264)
- Musik, Bilder und Filme (alle Formate bis 1080p Auflösung) wiedergeben
- Digitaler Videoausgang für Flachbildschirm und Projektor (DVI, HDMI)
- Digitaler Tonausgang : SPDIF und HDMI
- Einfache und komfortable Bedienung per Fernbedienung
- und vieles mehr

Was kann der neue HD-VDR nicht ?

- Kaffee kochen
- Wiedergabe von HD+ (ProSieben/RTL) ohne gegen die AGB's der Sender zu verstossen.
Das kann ich eh nicht empfehlen, viel Geld für Werbung in HD und extralaut.


3. High Definition Fernsehen

HD oder HDTV ist ein neuer Fernseh- und Video-Standard für bessere Auflösung und Qualität. Die ersten HD-Sendungen gab es schon vor 6 Jahren im deutschen Fernsehen, aber damals gab es noch keine Receiver dafür. Der Sender Euro 1080, später umgetauft in HD-1, sendete Konzerte und Demos über Satellit. ProSieben und Sat1 sendeten einige Spielfilme im HD-Format, damals noch MPEG-2 und DVB-S (ca. 8 GB pro Stunde).
Am 18.02.2010 begann mit der Eröffnungsspiele der Winter-Olympiade in Vancouver der Regelbetrieb von ARD und ZDF im HD-Format. Ausserdem gibt es noch Arte HD, Anixe HD, Astra HD und Einsfestival HD. Leider senden die meistens nur Testbilder, aber es wird viel versprochen.

Bisher wird das Fernsehbild in Deutschland nach dem PAL-Standard mit 756 * 576 Punkten gesendet. Wenn die privaten Sender Spielfilme im 4:3-Letterbox-Format senden (oben und unten schwarzer Streifen), dann wird viel von der Auflösung verschenkt.

Das neue HD-Format sendet je nach Sender in 1280 * 720 Ganzbildern (progressive) oder 1980 * 1080 Halbbilder (interlaced). Das sind bis zu 5-mal mehr Bildpunkte als bei PAL.

Man kann viel über Technik reden, man muss HD einfach mal gesehen haben !

Einige Trailer in HD : http://www.microsoft.com/windows/windowsmedia/musicandvideo/hdvideo/contentshowcase.aspx

Eine schlechte Entwicklung ist das neue Programm HD+ von ProSieben und Sat-1 : Es sind neue Receiver notwendig, bei einer aufgezeichneten Sendung kann nicht mehr vorgespult werden, die Sender bestimmen ob der Film aufgenommen werden darf und wie lange er aufgehoben werden darf. Für 60 Euro im Jahr kann man also Werbung in HD und mit extralautem Ton sehen (Bei Digitalton ist die Lautstärkeanhebung in der Werbung wesentlich höher).
HD Plus sollte eigentlich HD Minus heissen ! Ich hoffe dass eine solche Bevormundung des Kunden keine Freunde findet und die privaten Sender das HD-Format auch bald frei (Free-To-Air) senden.
Links zu HD+ :
Wikipedia HD+ : http://de.wikipedia.org/wiki/HD+
CHIP verleiht „Bremse des Jahres“ an HD Plus GmbH :
http://www.chip-media.de/uploads/media/PM_CHIP_Bremse_des_Jahres_01.pdf
RTL-HD und Vox-HD unterbinden Archivierung und Ad-Skipping : http://www.big-screen.de/deutsch/pages/news/hdtv-news/2009_11_03_2789_rtl-hd-vox-hd-unterbinden-archivierung-ad-skipping.php
HD+ Receiver sortieren SD-Programme aus : http://www.big-screen.de/deutsch/pages/news/hdtv-news/2009_11_09_2833_hd-plus-receiver-sortieren-sd-programme-aus.php


4. Wahl der Hardware

Die Dekodierung der digitalen Ströme, die von der Sat-Antenne kommen, erfordert einen hohen Rechenaufwand im Receiver. Das hat bisher schnelle, teure und laute CPU's erfordert.
Jetzt kann man den Rechenaufwand auf die Graphik-Recheneinheit verlagern und kommt so mit wenig Rechenleistung aus. Es gibt fertige Mainboards mit Intel Atom CPU und ION Graphikprozessor, die ideal für den Bau eines VDR's sind. Der fertige Rechner kommt dann mit einem Netzteil von 60 Watt aus. Ausserdem sind die Mainboards so klein dass man sie in ein Hifi-Gehäuse einbauen kann.

Die Atom-Mainboards bieten leider nur einen Steckplatz für die DVB-S-Karte, entweder PCI oder PCI-Express. Man muss sich also vorher festlegen welche DVB-Karte man einbauen möchte.

Meine Wahl fiel auf das Mainboard Point of View ION330-1. Das Board bietet : Atom 330 Dual-Core Prozessor, ION-Nvidia-Graphikprozessor, 1 PCI Steckplatz, 2 GB RAM.
Video-Ausgänge : VGA, DVI, HDMI
Audio-Ausgänge : Analog, SPDIF optisch und Koax
Ausserdem hat das Board eine serielle Schnittstelle auf der Platine, die man event. für den Anschluß einer Fernbedienung braucht. Ein ähnliches Board gibt es auch mit PCI Express Steckplatz, das kann ich empfehlen, wenn man einen VDR mit 2 Tunern bauen will, denn es gibt inzwischen Dualtuner-Karten für PCIe.

Wenn man ein anderes Mainboard nimmt dann benötigt man für den HD-VDR noch eine Nvidia-Graphikkarte vom Typ 8400 oder 9x00.

Da mein VDR nur ein Client wird bekommt er nur einen Tuner. Die Wahl fiel auf die DVB-S2-Karte DVB-S2 Karte MSI TV@nywhere Satellite II, die ist baugleich mit der SkyStar HD 2, Twinhan DVB-S2 CI und der Terratec Cinergy S2 PCI HD. Die Treiber für diese Karte (Mantis) sind noch nicht ganz perfekt, aber man gut mit den Treibern leben.

Die Festplatte für meinen HD-VDR kommt von Western Digital, Typ Caviar Green, mit der Größe von 750 GB. Diese Festplatte soll leise, stromsparend und langlebig sein.

Dazu kommt ein einfaches CD/DVD-Laufwerk mit SATA-Anschluß. Die Wiedergabe von Blue Ray habe ich nicht geplant (ist auch nicht so einfach).

Der VDR kommt in ein Gehäuse MC-1200 silber von MS-Tech. Das ist ein günstiges Gehäuse in der Größe von Hifi-Geräten, passt also perfekt in das Regal zum AV-Receiver, Verstärker und DVD-Player.

Hier mein Testaufbau :

Hier das Gehäuse :



5. Wahl der Software

Es gibt für die Installation fertige Distributionen, die neben der VDR-Software auch ein Linux-Grundsystem und viele Zusatzmodule (Plugins) enthalten. Meine Wahl fiel auf die Distribution yaVDR, eine neue vielversprechende Disti speziell für neue VDR's mit leistungsfähiger Graphikkarte und für die HD-Wiedergabe entwickelt.

yaVDR enthält neben der VDR-Software auch noch XBMX (X-Box Media Center), eine moderne schicke Software für die Wiedergabe von Videos, Bilder und Musik.

Die Doku zu yaVDR gibt es auf http://www.yavdr.org/documentation/de.

Viele Beiträge zu yaVDR und zu VDR allgemein gibt es im Forum http://www.vdr-portal.de.

Doch jetzt gehts los !!!


6. Einstellungen im Mainboard BIOS

Der ION Graphikchip besitzt keinen eigenen Speicher, sondern benutzt einfach so einen Teil des Hauptspeichers. Diesen Wert sollte man auf den maximalen Wert von 512 MB stellen. Bei meinem POV 330-1 Mainboard geht das so :
Im BIOS wählen : Advanced BIOS Features - Boot Device Priority
1st Boot Device : CD/DVD:...
<Esc> <Esc>
Advanced Chipset Features - Internal Graphics Configuration
iGPU Frame Buffer Detect : Disabled
iGPU Frame Buffer Size : 512MB
<F10> OK
Wie man unschwer sieht habe ich auch noch eingestellt, dass bei Rechnerstart vom DVD-Laufwerk gebootet wird.
Bei einigen Usern läuft der VDR auch mit 256 MB Graphikspeichern, aber 512 MB ist sicherer.


7. Installation der Software

Die aktuelle yaVDR-Distribution zum Brennen auf CD bekommt man hier : www.yavdr.de

Die folgende Beschreibung habe ich mit der Version 0.4 vom 23.10.2011 erstellt. Bei der Verwendung einer neueren Version kann es natürlich zu Änderungen in der Installationsroutine kommen, das Grundprinzip ist jedoch immer gleich.

Für die älteren Version habe ich meine Beschreibungen noch Online, falls es jemanden interessiert :
yaVDR 0.11 : index_yavdr011.htm
yaVDR 0.2 : index_yavdr02.htm
yaVDR 0.3 : index_yavdr03.htm

Für die Installation der ersten Version (Version 0.1) war ein DHCP-Server im Netzwerk und Zugang zum Internet notwendig. Inzwischen geht die Installation auch ohne DHCP-Server und Internetzugang, ich empfehle aber eine Installation mit Internet.

Auch wenn der VDR später eine feste IP bekommen soll (wie bei mir) wird erstmal mit DHCP installiert und die IP dann später geändert.

Eine DVB-Karte muss für die Installation nicht vorhanden sein, die kann auch später eingesetzt werden.

Zum Start der Installation CD einlegen, Rechner ans Netzwerk und Internet anschließen und starten ...

Nach Erscheinen des Startbildschirmes wählt man :
Deutsch <Enter>

Nun wählt man "Install yet another VDR 0.4.0" <Enter>

Wählen Sie ein Land : Deutschland <Enter>
Tastaturmodell erkennen : Nein <Enter> Deutschland <Enter> Deutschland <Enter>

Es kommt eine Meldung "Durchsuche CD-ROM", "Zusätzliche Komponenten laden" und dann "Konfiguriere das Netzwerk mit DHCP" ...
Rechnernamen : HD-VDR <Enter>
Es erscheint "Uhr einstellen". Is this time zone correct ? Ja <Enter>

Dann wählen : Geführt - verwende vollständige Festplatte <Enter>
Ohne die Option LVM. LVM wählt man nur wenn man weiss was das ist und wenn man das braucht.

Festplatte auswählen und <Enter>
Änderungen auf die Festplatten schreiben : Ja <Enter> (Wenn die Platte nicht leer war)
Es erscheint "Partition formatieren" "Installation Grundsystem" ...

Voller Name des neuen Benutzers : HD-VDR <Enter>
Benutzername für Konto : myvdr <Enter> (der Benutzername vdr ist hier NICHT erlaubt. Man kann natürlich auch seinen eigenen Vornamen benutzen)
Passwort : xxx <Enter>
2. Eingabe : xxx <Enter>
Schwaches Passwort verwenden : Ja <Enter>
Proxy : <Enter>
Es kommt "Konfiguriere apt" "Software auswählen und installieren" ...
Den GRUB-Bootloader in den Master Boot Record installieren ?
Ja <Enter>
Nun kommt "Beende die Installation". Bei "Führe preseed aus" (22%) bleibt er lange stehen. Einfach warten, keine Panik !
Falls die Abfrage kommt "Ist die Systemzeit auf UTC gesetzt ?" dann mit [Ja] antworten.

Wenn die Installation fertig ist dann die CD entfernen und <Enter> betätigen
Der erste Boot dauert sehr lange !
3sat oder ein anderer Sender erscheint nun auf dem Bildschirm wenn alles geklappt hat (Im yaVDR sind 3 Kanäle IP-TV enthalten, das Bild ist deshalb noch kein HD)

Glückwunsch ! Der VDR läuft !


8. Update aus dem Internet installieren

Nach der Installation sollte man gleich alle Module aktualisieren. So lädt man die aktuellsten Module für yaVDR :

Alt+Strg+F2 um auf die Konsole 2 zu wechseln, oder sich mit Putty von einem anderen Rechner aus mit dem VDr verbinden. 
Namen und Kennwort eingeben, wie bei der Installation angegeben, z.B. myvdr <Enter> xxx <Enter>

sudo su <Enter> (Kennwort des Benutzers wird noch einmal abgefragt)
stop vdr
apt-get update <Enter>
apt-get dist-upgrade <Enter>
reboot <Enter>


Wenn die Abfrage kommt "Möchten Sie fortfahren [J/n]?" mit <Enter> antworten
Falls die Abfrage kommt "Datei ... überschreiben [j/N] ?" mit <Enter> für 'Nein' antworten.

Wenn die Meldung kommt "Installiere neue Version der Konfigurationsdatei /etc/init/rsyslog.conf" dann auf einer zweiten Konsole anmelden und eingeben :

stop rsyslog-delay

Mit Alt+Strg+F7 kann man nach dem Update wieder auf die Konsole 7 wechseln, auf der VDR (Xine oder Xinelibout) läuft. Wenn kein Bild kommt dann <Esc> drücken. Sicherer ist aber immer 'reboot' ;-)

IP-Nummer anzeigen lassen (um sich z.B. mit dem VDR zu verbinden) : ifconfig <Enter>


9. Midnight Commander

Midnight Commander oder kurz MC ist ein Tool zum Kopieren und Editieren von Dateien, dem legendären aus MS-DOS-Zeiten bekannten Norton Commander (NC) nachempfunden.

Es wird installiert, indem auf der Konsole folgende Befehle eingegeben werden :
sudo apt-get install mc

Aufruf auf der Konsole : sudo mc
Mit der <Einfg>-Taste kann man mehrere Dateien/Verzeichnisse kopieren.
Sudo bewirkt dass der Midnight Commander mit Root-Rechten aufgerufen wird.


10. Statische IP-Adresse

Ich wollte meinem HD-VDR eine statische IP-Adresse verpassen, da ich im Normalfall keinen DHCP benutze. Ausserdem will ich die Wartezeit verhindern, wenn der VDR mal ohne Netzwerk gestartet wird. Bei einer Vorführung im Familienkreis oder bei Kollegen finde ich es uncool wenn der VDR 5 Minuten zum Starten braucht.

Für Änderung der Netzwerkeinstellungen editiert man einfach die Datei  /etc/network/interfaces wie folgt :

Konsole aufrufen (putty oder Strg+Alt+F2 auf dem VDR)
Benutzer und Kennwort eingeben
cd /etc/network
sudo mc
Die Datei 'interfaces' auswählen und 'F4 Bearbeiten' auswählen. Bei der Abfrage "Select an editor" 2 für mcedit wählen.

Die Datei wie folgt anpassen :

# This file describes the network interfaces available on your system
# and how to activate them. For more information, see interfaces(5).

# The loopback network interface
auto lo
iface lo inet loopback

# The primary network interface
auto eth0
#iface eth0 inet dhcp
iface eth0 inet static
    address 212.223.10.169
    netmask 255.255.255.0
    gateway 212.223.10.193


Dann 'F10 Beenden', Sichern = Ja und nochmal 'F10 Beenden' [Ja].
Mit sudo reboot den VDR neu starten.

Wenn man keinen Netzwerkzugriff hat und die Interfaces-Datei mit Bordmitteln ändern muss geht das so :

sudo vi /etc/network/interfaces

Änderungen wie gewünscht vornehmen. Mit <Esc> wechselt man in den Befehlsmodus, mit <i> kehrt man zurück in den Bearbeitsmodus. <d><d> im Befehlsmodus für Zeile löschen. Mit <Esc> :wq <Enter> speichert man den Text und beendet vi.


11. Web-Interface und VDR Live

Web-Interface : Auf einem anderen Rechner einen Webbrowser starten, z.B. IRON (www.srware.net), wenn es sein muss geht auch Internet Explorer, und die IP-Nummer des VDR-Rechners eingeben. Dann "yaVDR Web-Frontend" anklicken.

Im Web-Interface kann man in die Systemlogs des VDR reinschauen, Konfig-Dateien bearbeiten, Anzeige- und Ton-Einstellungen vornehmen und vieles mehr.

In VDR Live kann man in einem Web-Brwoser eine Programmübersicht für jede Uhrzeit und für jeden Sender sehen, man kann Aufnahmen programmieren oder Aufnahmen abspielen. Sogar Live-TV streamen geht.

VDR Live wartet auf Port 8008, also gibt man 212.223.10.169:8008 in die Adreßzeile des Browsers ein. Als Benutzer 'admin' und als Passwort 'live' eingeben (ohne die ').
Unter 'Einstellungen' kann man 'Authentifizierung benutzen' auf 'Nein' stellen, dann braucht man sich nicht mehr anzumelden.

Für Live-TV im Browser VLC installieren und dabei "Mozilla-Plugin" auswählen (ist standardmässig nicht angekreuzt). Im VDR die Datei /var/lib/vdr/plugins/streamdev-server/streamdevhosts.conf wie folgt ändern : In der letzten Zeile das Zeichen # entfernen, so dass von allen Rechnern im Netzwerk auf das Streaming zugegriffen werden kann. Ich benutze das Streaming auf Windows XP und auf Windows 7 64bit, beide Male mit den IRON Webbrowser, klappt wunderbar !


12. Kanalliste

Damit man nun Fernsehen kann muss man den VDR erstmal mit einer gültigen Kanalliste füttern.

Man kann entweder einen automatischen Scan durchführen :
M Menü
7 System
2 Einstellungen
9 Plugins
15 Wirbelscan
Alles einstellen und F2 Start

Der Scan dauert ca. 20 min.

Oder man besorgt sich eine fertige Kanalliste von dem Projekt Channelpedia : http://channelpedia.yavdr.com.

Hier ist meine Kanalliste, die man sich einfach per Web-Interface in den VDR hochladen kann :
channels.conf

Das geht so : Im Browser die IP-Nummer des VDR eingeben, dann auf das obere Bild klicken (yaVDR Web Configuration Frontend). Usernamen und Kennwort eingeben, wie man es bei der Installation eingegeben hat, z.B. myvdr und xxx.

Dann Einstellungen / Konfiguration bearbeiten (ganz unten).
Datei /var/lib/vdr/channels.conf wählen.
Inhalt markieren (Strg+A) und den Inhalt einer fertigen Kanalliste reinkopieren. Dann "Speichern".

Eine fertige Kanalliste kann man auch hier bekommen, allerdings unsortiert : www.linowsat.de.
Hinweis : Bei Linowsat waren die HD Sender fälschlicherweise als DVB-S statt DVB-S2 eingetragen. Also mit Menü / Kanäle / Editieren ggf. von DVB-S auf DVB-S2 umstellen.

Egal wie umfangreich die Kanalliste ist, VDR fügt im laufenden Betrieb automatisch alle neuen Sender der Kanalliste hinzu, man kann sie dann auf den Programmplatz schieben den man haben möchte (ProSieben auf Kanal 7).

Im Web-Interface ist auch eine komfortable Funktion enthalten, um die eigene Kanalliste anzupassen. Einfach im yaVDR Web Configuration Frontend "Einstellungen / Kanäle" wählen.


13. Tastaturbedienung

Wenn VDR nun gestartet ist und man ein Fernsehbild sieht (oder das schöne Bild "Kein Signal"), dann kann man den VDR mit der Tastatur wie folgt bedienen :

M = Menü
Enter = OK. Eingabe bestätigen.
Backspace = Zurück
Pfeil hoch / runter = Kanal wechseln. Pause bei Wiedergabe einer Aufzeichnung
Zahlen = Kanalnummer eingeben
F1 = Rote Taste. Aufnahmen anzeigen. Springen bei Wiedergabe.
F2 = Grüne Taste. Programmübersicht aktueller Kanal. "Was läuft jetzt" bei nochmal Grün. "Was läuft als nächstes" bei nochmal Grün. 1 min zurück bei Wiedergabe.
F3 = Gelbe Taste. Info zur laufenden Sendung. 1 min weiter bei Wiedergabe.
F4 = Blaue Taste. Timer anzeigen. Wiedergabe beenden bei Wiedergabe.
F10 = Stumm (Mute)
F11 = Leiser
F12 = Lauter
Leertaste = Pause. Hält das Live-Signal an bei TV-Betrieb.
P = Power off, also VDR ausschalten

Wenn der Ton trotz "lautdrehen" zu leise ist dann im Kapitel 17 "Dolby Digitalton" nachschauen und alsamixer einstellen. Bei Digitalton, also Tonausgabe per S/PDIF oder HDMI lässt sich die Lautstärke nicht am VDR einstellen, sondern nur am Fernseher oder am AV-Receiver.

Meine Ergänzung in der Datei /etc/xine/keymap :

# VDR User command 1
VDRUser0 {
 key = x
 modifier = none
}

Der Eintrag bei VDR User Command 0 erlaubt es, XBMC mit der Taste 'x' zu starten. Dazu muss man noch folgende Zeile in der Datei /var/lib/vdr/keymacros.conf eingefügen :

User1 Menu 6 2 1

Falls die Dateien an einem anderen Ort sein sollten, Datei suchen in Linux auf der Konsole :

find / -iname keymap


14. Einstellungen im VDR

Im VDR selbst habe ich folgende Einstellungen vorgenommen :
Menü (Taste'M'), dann
System / Einstellungen / OSD : Oberfläche : anthra_1920_FS (nur wenn man ein Full-HD Wiedergabegerät hat)
System / Einstellungen / DVB : Videoformat = 16:9
System / Einstellungen / DVB : Dolby-Digital-Ton verwenden = ja
System / Einstellungen / Wiedergabe : Mehrstufiger Vor-/Rücklauf = nein
Die Eingaben werden einfach mit <Enter> gespeichert.

Wenn sich der VDR in unregelmässigen Abständen aufängen sollte dann System / Einstellungen / EPG : Zeit bis zur EPG-Aktualisierung = 0 einstellem. Das musste ich früher bei meiner MSI-DVB-Karte machen, jetzt läuft sie auch mit Werten > 0.


15. Auf den VDR zugreifen

Für die Konfiguration ist es praktisch, wenn man von einem Windows-Rechner auf den VDR zugreifen kann. Vor allem wenn man wie ich aus der Windows-Welt kommt. Für den Zugriff gibt es folgende Programme :

Putty : Terminalprogramm um Programme auf dem VDR zu starten. Praktisch um Updates durchzuführen.
Download : http://www.chip.de/downloads/PuTTY-0.60_12997392.html
Einstellungen : Host Name ist die IP-Nummer des VDR-Rechners
(*) SSH
Window / Appearance / Font : Courier New, 12-point
Windows / Translation / Character Set : UTF-8

Man kann Putty auch mit der IP-Nummer des VDR-Rechners als Parameter starten, dann verbindet es sich sofort.

WinSCP : Windows Secure Copy, ein Programm um Dateien zu kopieren und zu bearbeiten. Praktisch um Konfigurationsdateien zu bearbeiten und zu sichern.
Damit man alle Dateien bearbeiten kann muss man den root-Benutzer wie folgt auf der Komsole aktivieren : sudo su <Enter> passwd <Enter>, dann ein Kennwort zweimal eingeben. Dann in WinSCP mit User "root" anmelden.
Damit Umlaute in Verzeichnisnamen richtig dargestellt werden in den Einstellungen "Umgebung / UTF-8-Codierung" auf "Ein" bzw. "Umgebung / SFTP / Server benutzt kein UTF-8" auf "Aus stellen. Dazu "Expertenmodus" auf "Ein" stellen.
Download : http://www.chip.de/downloads/WinSCP_13007380.html

Um Video- und Musikdateien zu kopieren werden wir später Samba installieren, denn dafür ist WinSCP zu langsam (es verschlüsselt alle Übertragungen aufwändig).

16. Das X-Box Media Center

Das X-Box Media Center - kurz XBMC - ist ein Software-Projekt, um auf der X-Box (Spielekonsole von Microsoft) Videos, Musik und Bilder wiederzugeben. Inzwischen gibt es auch eine Portierung für Linux, die bei yaVDR dabei ist. Das X-Box Media Center hat eine tolle auf HD abgestimmte Oberfläche. Dafür ist es etwas umständlicher zu bedienen als VDR. Man kann halt nicht alles haben.

Das XBMC wird mit Menü / Applikationen / XBMC aus VDR aufgerufen. Später kann man es auf eine Taste der Fernbedienung legen.

Die Pfade für die Media-Dateien sind schon angelegt :

/srv/audio : Audiodateien
/srv/picture : Bilddateien
/srv/video : Filme, Videos

Falls man dort Dateien oder Verzeichnis anlegt müssen diese die richtigen Berechtigungen bekommen :
chown -R vdr:vdr /srv

In den Einstellungen von XBMC habe ich folgendes eingestellt :

System / Einstellungen / Darstellung / Sprache & Region :
Sprache = German
Region = Germany / Deutschland
Zeitzonen-Region : Germany
Zeitzone : Europe / Berlin

System / Einstellungen / System / Audio-Hardware :
Audioausgabe = HDMI
Lautsprecherkonfiguration = 5.1
Audio Ausgabegerät = hdmi (ALSA)
Digitales Ausgabegerät für Passthrough = hdmi (ALSA)

1. Stadt bei "Wetter" auf "Frankfurt am Main" ;-)

Bei mir ist der VDR über HDMI mit einem AV-Receiver verbunden, der Bild und Ton an Lautsprecher, TV und Beamer weitergibt.

Mit <Pfeil links> <Enter> <Enter> aus dem Hauptmenü verlässt man XBMC und landet wieder im VDR.

In XBMC in den Einstellungen kann man sogar einen Webserver aktivieren, der als Default auf Port 8080 hört. Damit kann man von einem anderen Rechner aus die Playlist sehen und die Wiedergabe von Liedern steuern.


---------------------------------------------------------------
Bis hierher auf Version 0.4 umgestellt, Rest folgt in Kürze !!!!
---------------------------------------------------------------


17. Dolby Digital Ton

Zuerst einmal schalten wir alle Tonkanäle auf laut : 

Dazu auf der Konsole des VDR (Strg+Alt+F2 oder putty) eingeben :

sudo su <Enter> (Kennwort eingeben)
alsamixer <Enter>

Mit den Pfeiltasten nacheinander die Kanäle "Master", "PCM", "Front" und "Surround" auswählen und mit <Pfeil hoch> auf 100 hochdrehen. Dann die drei Kanäle "IEC958" mit der Taste "m" so schalten dass sie auf [OO] stehen. [MM] heisst "Mute" = Stumm, ist also falsch. Mit <Esc> verlassen und auf der Konsole eingeben :

alsactl store <Enter>

Zahlreiche Sender übertragen neben dem normalen Stereoton zusätzlich Dolby Digital Ton mit 2 (DD 2.0) oder mit 6 Kanälen (DD 5.1). Der Ton macht bei einem Kinofilm einen großen Teil des Kinoerlebnisses aus. Dolby Digital Ton hat eine wesentlich größere Dynamik, d.h. Explosionen sind richtig laut.

Mein VDR ist am SPDIF-Ausgang mit einem Koaxialkabel mit meinem AV-Receiver verbunden. Statt Koaxialkabel kann auch ein optischer Lichtleiter verwendet werden. Eine weitere Möglichkeit ist die Tonausgabe über HDMI. Das benutzt man wenn der VDR mit einem Fernseher verbunden ist der auch den Ton liefern soll, oder wenn der VDR über HDMI mit einem AV-Receiver verbunden ist der Ton und Bild schalten soll. Mein AV-Receiver hat noch kein HDMI, deshalb geht der HDMI-Ausgang meines VDRs direkt zum Bildschirm.

Für die Verarbeitung des Tones gibt es leider viele Formate und viele Möglichkeiten. Zahlreiche Konfigurationsdateien stehen dafür unter Linux zur Verfügung.

yaVDR bietet ab der Version 0.2 eine sehr komfortable Möglichkeit, um die Audio-Konfiguration per Web-Interface einzustellen (System / Sound). Hier gibt es folgende Möglichkeiten :

(*) Analog : Tonausgabe über Analogausgang der Soundkarte in Stereo, z.B. beim Anschluß von PC-Lautsprechern mit einem 3,5 mm Klinkenstecker.
(*) Digital (Toslink/SPDIF) : Anschluß eines AV-Receivers oder aktiven Lautsprechersystems über Koaxialkabel oder optisch, in der Regel 5.1 (6 Lautsprecher).
(*) HDMI Stereo : Tonausgabe über Fernseher in Stereo
(*) HDMI Analog : Tonausgabe über Fernseher in Stereo und am Analogausgang.
(*) HDMI Pass Through : Tonausgabe über HDMI an einen AV-Receiver und Soundanlage, in der Regel 5.1 (6 Lautsprecher).

Man braucht keine Konfigdateien mehr anzupassen.

Nicht vergessen in den VDR-Einstellungen den Dolby-Digital-Ton einzuschalten :
Menü / System / Einstellungen / DVB : Digitalton benutzen = Ja

Beim VDR kann man bei laufendem Programm mit [Menü] [Grün] die Tonspur wählen. Wenn möglich auf DD 2.0 oder DD 5.1 oder "deu" umschalten.


18. Netzwerkzugriff mit Samba

Ich möchte von meinem Windows-Rechner aus auf die Video-Verzeichnisse des VDR und auf die Video- und Musikverzeichnisse des XBMC zugreifen, um Dateien abzuspielen oder um Dateien dort hinzuspeichern.

Mit WinSCP kann man zwar auch Dateien kopieren, aber das ist viieel zu langsam und auch zu umständlich, da man sich immer durch die Verzeichnisse durchklicken muss und dann auch noch manuell die richtigen Berechtigungen vergeben muss.

Samba eignet sich auch um von einem VDR (VDR-Client) auf einen anderen VDR (VDR-Server) zuzugreifen.

Samba musste bis vor kurzem noch installiert werden, ab Version 0.3 ist es fester Bestandteil von yaVDR.

Folgende Freigaben habe ich mir eingerichtet :

video : Videoverzeichnis von VDR, zeigt auf /srv/vdr/video.00
xbmc : Musik, Filme und Fotos von XBMC, zeigt auf /srv/xbmc
root : Alle Verzeichnisse, zeigt auf /

Die erste Freigabe ist schon Bestandteil von yaVDR, braucht also nicht eytra angelegt zu werden. Die beiden anderen legt man wie folgt an :

Die Datei /etc/samba/smb.conf.yavdr bearbeiten und folgende Zeilen anhängen :

[xbmc]
   path = /srv/xbmc
   comment = XBMC Media Files
   browseable = yes
   guest ok = yes
...
   force group = vdr
[root]
   path = /
   comment = yaVDR root
   browseable = yes
   guest ok = no
...
   force group = root

Statt ... die gleichen Zeilen einfügen wie schon vorhanden.

Dann den VDR neu starten.

In einer Kommando-Aufforderung (DOS-Box) eines Windows-Rechners kann man dann mit folgendem Befehl ein Netzwerklaufwerk mit dem VDR-Rechner verbinden :

net use n: \\212.223.10.169\recordings

Usernamen (myvdr) und das gewählte Kennwort eingeben. Beim Neustart des VDR oder Windows-Rechners wird das Laufwerk dann automatisch verbunden, steht also immer zur Verfügung.

Auf dem Samba-Laufwerk habe ich eine Batchdatei mit dem Namen "Verzeichnis_akualisieren.bat" mit dem Inhalt "echo . >.update" (ohne die "") angelegt. Wenn ich neue Aufnahmen dorthinkopiere oder Aufnahmen lösche klicke ich da kurz drauf, dann wird im VDR die Verzeichnissanzeige automatisch aktualisiert.
Im Internet Explorer des Windows-Rechners noch
folgende Einstellung vornehmen :

Extras / Internetoptionen / Sicherheit / Lokales Intranet [Sites]
Bei "Intranetwerk automatisch ermitteln" den Haken herausnehmen.
Dann [Erweitert], im Feld "Diese Website zur Zone hinzufügen" die IP-Nummer oder den Namen des VDR-Rechners eintragen und dann [Hinzufügen] [OK] [OK]. Dann [Stufe anpassen] anklicken.
Unter "Verschiedenes" Anwendungen und unsichere Dateien starten :  Aktivieren
Auf Datenquellen über Domänengrenzen hinweg zugreifen :  Aktivieren
[OK] [OK]
Nun den Windows-Rechner neu starten ! Damit wird die Meldung "Herausgeber konnte nicht verifiziert werden" beim Start der Batchdatei abgeschaltet.


19. Tonumschaltung per Menübefehl

Meine Tonausgabe erfolgt per S/PDIF (Sony/Philips Digital Interface) an einen AV-Receiver. Wenn ich meinen VDR nun zu einem Bekannten mitnehme und dort vorführen möchte, muss ich den Ton auf HDMI umschalten, wenn der VDR an einen Flachbildschirm mit Lautsprechern angeschlossen werden soll (und ich das Web-Interface nicht aufrufen möchte).

Dazu habe ich per Web-Interface zwei Xine-Konfigdateien angelegt und schalte per Menübefehl zwischen beiden um. Folgende Zeilen in die Datei /etc/vdr/command-hooks/commands.custom.conf einfügen :

Ton ueber AV-Receiver (S/PDIF) : sudo stop vdr-frontend;sudo stop nodm;sudo cp /etc/xine/config/config.spdif /etc/xine/config/config;sudo start nodm;echo "Enter druecken"
Ton ueber Fernseher (HDMI) : sudo stop vdr-frontend;sudo stop nodm;sudo cp /etc/xine/config/config.hdmi /etc/xine/config/config;sudo start nodm;echo "Enter druecken"

Folgende Dateien habe ich angelegt :
/etc/xine/config/config.spdif für Tonausgabe auf S/PDIF
/etc/xine/config/config.hdmi für Tonausgabe auf HDMI Stereo

Mittels Befehl "sudo visudo" müssen die Berechtigungen wie folgt angepasst werden :

# Added by yavdr-startup, don't remove
vdr ALL=NOPASSWD: /usr/bin/start-xbmc
vdr ALL=NOPASSWD: /sbin/stop
vdr ALL=NOPASSWD: /sbin/start
vdr ALL=NOPASSWD: /bin/cp

Eventuell müssen mehr Dateien geändert werden, diese müssen dann auch doppelt angelegt und kopiert werden. Beim Umschalten der Tonausgabe im Web-Frontend werden folgende Dateien angefasst :

/var/lib/vdr/setup.conf
/etc/asound.conf
/etc/vdr-sxfe/config_xineliboutput
/etc/xine/config


20. Sicherung der Konfigurationsdateien

Gerade nach Änderungen sollte man die Konfigurationsdateien unbedingt sichern. Ich sichere sie auf meinen Windows-Rechner. Dazu muss Samba wie im Kapitel 18 beschrieben eingerichtet sein, d.h. es muss ein Netzwerklaufwerk des Windows-Rechners mit dem Hauptverzeichnis des VDR-Rechners verbunden sein, und zwar als root-Benutzer.

Auf dem Windows-Rechner habe ich das Verzeichnis \vdr_backup angelegt und dort die Datei backup.bat mit folgendem Inhalt :

@echo off
echo.
echo Backup yaVDR Konfig-Dateien
echo.

rem Laufwerk auf das VDR Root gemappt ist
set VDR=R:

xcopy %VDR%\boot\grub\grub.cfg boot\grub\* /y
xcopy %VDR%\etc\asound.conf etc\* /y
xcopy %VDR%\etc\fstab etc\* /y
xcopy %VDR%\etc\sudoers etc\* /y
xcopy %VDR%\etc\network\interface etc\network\* /y
xcopy %VDR%\etc\samba\smb.conf etc\samba\* /y
xcopy %VDR%\etc\vdr\command-hooks\commands.custom.conf etc\vdr\command-hooks\* /y
xcopy %VDR%\etc\usbmount\*.conf etc\usbmount\* /y
xcopy %VDR%\etc\vdr\plugins\*.conf etc\vdr\plugins\* /y
xcopy %VDR%\var\lib\vdr\*.conf var\lib\vdr\*  /y
xcopy %VDR%\var\lib\vdr\.xbmc\userdata\sources.xml var\lib\vdr\.xbmc\userdata\* /y
xcopy %VDR%\var\lib\vdr\.xine\config* var\lib\vdr\.xine\* /y
xcopy %VDR%\var\lib\vdr\.xine\keymap var\lib\vdr\.xine\* /y
pause

Die Konfigdateien können zwar auf dem Windows-Rechner nicht bearbeitet werden, da Linux ein anderes Zeichen für das Zeilenende benutzt, aber nach rückkopieren nach Linux funktionieren die Dateien wieder.

So kann man in der Dos-Box die Konfiguration zu einem bestimmten Datum archivieren :

cd /vdr_backup
md 20032010
cd 20032010
..\backup

Einfach, oder ?

Natürlich kann man die Dateien auch auf dem VDR-Rechner selbst archivieren, dazu muss man oben im Skript 'xcopy' gegen 'cp' tauschen und '\' gegen '/'.
Es empfielt sich aber auf jeden Fall die Dateien auf einen weiteren Rechner zu sichern, denn die Festplatte des VDR kann ja den Geist aufgeben.
Wenn man kein Samba eingerichtet hat dann kann z.B. alle Dateien nach /backup sichern und dann das Verzeichnis /backup per WinSCP auf einen weiteren Rechner übertragen.


21. Einbindung einer externen Festplatte

Ich habe eine externe Festplatte mit 1,5 TB, die ich per USB an meinen VDR angeschlossen habe. Die Videos sollen über XBMC und VDR wiedergegeben werden.

Ab Version yaVDR 0.2 werden USB-Festplatten und andere USB-Speichermedien beim Einstecken sofort gemounted und sowohl in VDR als auch in XBMC angezeigt. In den früheren Versionen musste man das noch aufwändig per mount einbinden.

Externe Festplatten, die über eSATA angebunden sind, oder eine 2. oder 3. Festplatten, die über IDE / SATA angebunden ist, muss bei Programmstart oder manuell gemounted werden.

Beispiel :

mkdir /disk2
mount /dev/sdb1 /disk2

sdb1 steht dabei für die 2. Serial-ATA-Festplatte 1. Partition.


22. Installation zusätzlicher Module

Im Web-Frontend gibt es seit kurzem (genau seit dem 17.10.2010) die Möglichkeit, zusätzliche Pakete (Module) zu installieren.
Dazu im Web-Frontend folgende Funktion wähen : Ihr VDR / yaVDR-Pakete
Paket auswählen und auf den rotrn Punkt vor dem Paket doppelklicken zur Installation.

Wenn der "Close" Button aktiviert wird ist die Installation fertig.

Ich habe folgende Pakete installiert :

vdr-plugin-yaepghd : Elektronische Programmzeitung auf dem VDR
vdr-plugin-yaepghd-pearlhd-theme : Skin für yaepghd für HD-Bildschirm
yavdr-addon-mediathek : Hab ich noch nicht getestet
yavdr-addon-youtube : Sehr schöne Oberfläche um Youtube-Videos anzuschauen
yavdr-addon-tuxracer : Spiel


23. Auslesen der BIOS Version

Bei Fragen im Forum oder an Hersteller wird man manchmal nach BIOS-Hersteller und -Version gefragt. So kann man diese ausgeben :

dmidecode -t bios
dmidecode -t system


24. Einrichten der Fernbedienung

Wenn der VDR im Wohnzimmer steht ist es sehr wichtig, dass er per Fernbedienung bedient werden kann. Es gibt hierfür mehrere Möglichkeiten :

- drahtlose Tastatur und Maus

Diese Lösung funktioniert immer sofort, ist jedoch nicht sehr komfortabel. Besonders im Dunkeln findet man die Tasten nicht. Für die Bedienung einiger Zusatzprogramme wie Firefox oder Youtube-Plugin sind Tastatur und Maus aber sehr praktisch, zusätzlich zu einer Fernbedienung.

- Mini-Tastatur

Ganz cool ist diese kleine beleuchtete Tastatur : Logitech DI Novo Mini. Leider nicht ganz billig. Da sie keine Farbtasten hat kann man diese auf die Buchstaben legen : Red = R, Yellow = Y usw.

- Fernbedienung der DVB-Karte

Bei den meisten DVB-Karten ist eine Fernbedienung dabei. Die FB meiner DVB-Karte Skystar HD 2 kann leider nicht ohne Änderungen im Sourcecode und Neu-Kompilierung eingesetzt werden. Das möchte ich gerne vermeiden.

- Fernbedienung des Gehäuse

Die Fernbedienung, die bei meinem Gehäuse dabei war, kann leider auch nicht so einfach für den VDR und für xbmc eingesetzt werden.

- USB-Fernbedienung

Ich habe hier die Fernbedienung X10, die über Funk funktioniert und die an USB angeschlossen wird. Leider hat die bei mir nicht funktioniert, ausserdem kann sie den Rechner nicht einschalten. Ich finde sie auch etwas winzig für dicke Finger.

Für einen Betrieb im Wohnzimmer ist es sinnvoll, den VDR per Fernbedienung einzuschalten. Hierfür gibt es mehrere Methoden :
- Per Hardware bei bestimmtem Fernbedienungscode den Powerschalter des Mainboards betätigen.
- Per USB-Fernbedienung und per USB-Wakeup.
- Statt Ausschalten ins Standby, dort wieder Aufwecken.

Die Methoden müssen jeweils vom Mainboard und von der Fernbedienung unterstützt werden. Die Elektronik, die den VDR einschaltet, muss natürlich auch mit Strom versorgt werden wenn der VDR ausgeschaltet ist. Sie verbraucht aber sehr wenig Strom.

Ich habe mich bei der Fernbedienung für eine einfache Lösung mit einer eigenen Platine entschieden, die einfach von jedem nachgebaut werden kann und die für die meisten Fälle gut funktioniert. Diese Platine heisst Atric-IR-Einschalter und kann bei www.atric.de bestellt werden.
Notwendig ist eine serielle Schnittstelle, dies sollte man bei der Auswahl des Mainboards auf jeden Fall berücksichtigen. Eine USB-Variante ist in Vorbereitung. USB-Seriell-Konverter lassen sich für die Fernbedienung nicht einsetzen. Am besten das richtige serielle Kabel gleich mitbestellen.

Der Atric-Einschalter wird an die serielle Schnittstelle, an die 5V Standby-Spannung des Netzteils und dann den Powerbutton am Mainboard angeschlossen. Die Beschreibung zu dem Modul ist sehr ausführlich, so dass das von jedem zu bewerkstelligen ist. Es muss hierfür nicht gelötet werden. Hinweis : Wenn man das serielle Kabel selbst lötet braucht man nur 2 Anschlüsse, und zwar GND an GND und IR-Eingang an DCD.

Per Taster lernt man den Code fürs Einschalten des VDR, das geht ganz einfach.

Web-Frontend habe ich unter System / Fernbedienung folgendes eingestellt :
(*) LIRC aktivieren
Empfänger : Home-brew (16x50 UART compatible serial port)
Seriellen Schnittstelle : (*) /dev/ttyS0
[Speichern]

Dann gehts weiter auf der Konsole (Putty oder Strg+F2) :

stop remoted
mode2 -d /dev/lirc0

Jetzt müssen beim Drücken von Tasten auf der Fernbedienung zahlreiche Codes angezeigt werden. Strg + C zum Beenden.

Jetzt muss man sich eine Datei lircd.conf besorgen, die zur eigenen Fernbedienung passt. Am besten sucht man auf der Website lirc.sourceforge.net/remotes oder lircconfig.commandir.com/lircd.conf.
Gibt es keine passende lircd.conf, dann kann man mit irrecord eine eigene erzeugen. Das erkläre ich (vielleicht) später.

Die Datei lircd.conf wird nach /etc/lirc/ kopiert. Mit

start remoted
irw

auf der Konsole wird bei jedem Tastendruck ein Code ausgegeben. Jetzt kann man sich schon anzeigen lassen welche Tasten der FB belegt sind und welche nicht. Strg + C für Beenden.

Beim nächsten Start von vdr wird der Anlerndialog angezeigt, jetzt schnell eine Taste auf der FB drücken. Nun folgt an den Anweisungen auf dem Bildschirm. Um den Anlerndialog erneut zu starten die Datei /var/lib/vdr/remote.conf bearbeiten und alle Zeilen entfernen, die mit LIRC beginnen.

Ich habe die Fernbedienung Medion MD6461 im Einsatz, eine praktische und günstige FB. Eingestellt auf den Code 376 bei DSAT stehen die meisten Tasten zur Verfügung. Die Tasten habe ich wie folgt belegt :
Magenta : User1 = xbmc starten
Show View : User2 = Umschaltung 4:3 Letterbox
Die beiden Tasten AV und ENT habe ich noch nicht belegt, vielleicht fällt mir ja noch etwas dafür ein.

Die Lautstärke kann ich mit meiner jetzigen licrd.conf nicht ändern, die steuere ich aber sowieso am AV-Verstärker, nicht am VDR.

Damit auch xbmc mit der Fernbedienung bedient werden kann braucht man eine Tastentabelle Lircmap.xml in /var/lib/vdr/.xbmc/Lircmap.xml. Ich habe erstmal eine provisorische genommen, der Feinschliff kommt noch.

Vóila ! Und schon kann man VDR und XBMC bequem vom Sofa aus starten und bedienen. Das erhöht den WAF erheblich.

Damit ich die beiden Tasten für XBMC-Start und 4:3-Letterbox Umschaltung auf der Fernbedienung nutzen kann habe ich noch folgende Zeilen in der Datei /var/lib/vdr/keymacros.conf eingefügt :

User1    Menu 5 2 1
User2    @xineliboutput Red 4

In der Datei /var/lib/vdr/remote.conf folgende Zeilen einfügen (alte Zeilen mit XKeySym.User0 und XKeySym.User1 löschen):

XKeySym.User1      x
XKeySym.User2      l

Nun kann man mit der Taste 'X' auf der Tastatur XBMC starten und mit 'L' das 4:3 Letterboxformat ein- und ausschalten.

Hier meine Konfigdateien für die Medion MD6461 mit Atric-IR-Einschalter :

/etc/lirc/lircd.conf
/var/lib/vdr/remote.conf
/var/lib/vdr/.xbmc/userdata/Lircmap.xml


24a. Harmony 650 Fernbedienung

Da ich mit meinen bisherigen 25 Fernbedienungen nicht zufrieden war habe ich mir eine Harmony 650 von Logitech zugelegt.

Produktseite bei Logitech : http://www.logitech.com/de-at/remotes/universal-remotes/devices/6621

Mir gefällt bei der Harmony 650 : Ergonomische beleuchtete Tasten, gut angeordnete Farbtasten, sehr einfache Bedienung.
Für die Harmony gibt es eine umfangreiche Datenbank im Internet, die nahezu alle Geräte kennt, programmiert wird sie über USB.
Man kann in der Harmony Aktionen definieren wie z.B. "DVD schauen", die dann DVD-Player, AV-Receiver und Fernseher (oder Beamer) einschaltet und den AV-Receiver und den Fernseher auf Eingang "DVD" umschaltet.

In der Harmony habe ich ein Gerät vom Typ "PVR" angelegt mit folgenden Daten :
Namen : HD-VDR (umbenannt)
Hersteller : KLS (Abkürzung für Klaus Schmidinger)
Modell : VDR 1.6

Folgende Datei habe ich angelegt : /etc/lirc/lircd.conf
In der Datei /var/lib/vdr/remote.conf habe ich alle Zeilen angelegt, die mit LIRC beginnen.
Die Vorlagen hierzu habe ich aus dem VDR-Wiki :
http://www.vdr-wiki.de/wiki/index.php/Fernbedienung_-_Logitech_Harmony#Ger.C3.A4t_.22VDR_1.6.22

In der Datei /var/lib/vdr/remote.conf habe ich folgende Zeilen entfernt :

LIRC.PrevChannel PrevChannel
LIRC.Schedule   Schedule

Folgende Zeilen habe ich geändert von :

LIRC.User1      User1
LIRC.User2      User2

nach

LIRC.User1 Schedule
LIRC.User2 PrevChannel

So kann ich mit der Taste "Guide" (die brauch ich sonst nicht) XBMC starten. Mit der Taste "Pfeil im Kreis" (unter Channel + / -) kann ich Letterbox-Format 4:3 einschalten.

In der Datei /var/lib/vdr/.xbmc/userdata/Lircmap.xml habe ich folgende Zeile ergänzt :

<info>Info</info>

VDR neu booten, und schon kann man seinen VDR sehr komfortabel mit der Harmony bedienen.

Um auch das X-Box Mediacenter bedienen zu können kann man eine Lircmap.xml manuell anlegen oder sich mit einem script erzeugen lassen, das ich in Kürze hier vorstelle.

Hier meine Konfigdateien für die Harmony 650 :

/etc/lirc/lircd.conf
/var/lib/vdr/remote.conf
/var/lib/vdr/.xbmc/userdata/Lircmap.xml


25. Wake up mit ACPI und aus der Ferne

Wenn der VDR ausgeschaltet ist kann er sich automatisch einschalten, wenn eine Aufnahme ansteht. Dazu wird ACPI verwendet.

Im BIOS habe ich folgendes eingestellt :
Power Management Features
RTC resume [Disabled]
Resume on PME# [Disabled]
Resume on PCIE [Enabled]

Das "Enabled" wird für das "Wake Up On LAN" benötigt, nicht für ACPI.

In der Datei /etc/vdr/vdr-addon-acpiwakeup.conf habe ich Zeile 2 und 5 wie folgt geändert :
ACPI_ENABLED=yes
ACPI_START_AHEAD=2

Im VDR-Menü habe ich unter System / Einstellungen / Sonstiges / Brückenzeit zwischen Timern auf 5 min gestellt.
Nun kann man einen Timer programmieren, den VDR runterfahren (über die Powertaste, nicht einfach abschalten) und schauen ob er 2 min vor der Aufnahme wieder startet.

Wenn es noch nicht klappt dann in der Datei /etc/default/grub in dieser Zeile die letzten beiden Argumente hinzufügen :
GRUB_CMDLINE_LINUX_DEFAULT="vmalloc=256m quiet noresume nohz=off acpi_enforce_resources=lax acpi=force hpet=disable"

Dann auf der Konsole :
update-grub
echo 0 > /sys/class/rtc/rtc0/wakealarm

Wenn das Mainboard ACPI nicht unterstützt kann auch nvram benutzt werden. Weitere Infos zu ACPI und NVRAM findet man auf vdr-portal.de und im VDR-Wiki.

Wenn man sich von aussen per Internet auf seinen VDR aufschalten kann, um z.B. einen vergessenen Timer zu programmieren, so ist es natürlich praktisch, wenn man seinen VDR auch von aussen einschalten kann.

So hole ich mir die MAC-Adresse, die ich fürs Aufwecken brauche (hinter Hardware Adresse, die Doppelpunkte weglassen) :
ifconfig

Wecken tu ich meinen VDR von einem Windows Rechner aus mit wol.exe von gammadyne.com :
wol.exe 00e04c002d44

Bei yaVDR ist das Modul etherwake zum Aufwecken per Netzwerk schon enthalten, bei einer anderen Distribution muss man es ggf. nachinstallieren : apt-get install etherwake

Wichtig ist es den VDR immer über die Powertaste auf der Fernbedienung bzw. 'P' auf der Tastatur runterzufahren, sonst startet er nicht mehr automatisch.


26. Einbau einer Solid State Festplatte

yaVDR auf der Solid State Disk installieren wie im Kapitel "Installation" beschrieben. Dabei andere Festplatten im System unbedingt abklemmen !

Dann VDR ausschalten, die Medienplatte anschließen und VDR starten.

Auf der Konsole (Putty) alle angeschlossenen Festplatten und Partitionen anzeigen lassen :
blkid <Enter>

Bei mir hat die Solid State Disk den Namen sda und die Medienplatte den Namen sdb.
sdb1 ist dann die erste Partition auf der Medienplatte.

Wenn die Medienplatte noch nicht formatiert ist muss man das vorher machen, am besten mit dem Dateisystem EXT4. Wer wissen will wie das geht Googeln oder ein Mail an mich.

Manuelles mounten :
mount /dev/sdb1 /srv

Damit die Festplatte beim VDR-Start automatisch eingebunden wird trägt man sie in die Datei /etc/fstab ein. Dazu folgende Zeilen ans Ende der Datei fstab anfügen :
# media hard disk
/dev/sdb1 /srv ext4 errors=remount-ro 0 1

Vor der Änderung an der fstab am Besten eine Ubuntu 10.4 Destop CD bereitlegen, damit man notfalls die fstab ändern kann wenn man Fehler reingebaut hat (ist mir einmal passiert). Siehe auch übernächstes Kapitel.

Dann auf der Konsole :
mkdir /srv/audio
mkdir /srv/picture
mkdir /srv/share
mkdir /srv/share/vdr
mkdir /srv/vdr
mkdir /srv/vdr/video.00
mkdir /srv/video
chown -R vdr:vdr /srv

Ich binde die Festplatte unter /srv ein, damit ich auch die XBMC Media-Files auf der Medienplatte speichern kann.

In der Datei /etc/hdparm.con habe ich folgende Zeilen am Ende angefügt, damit die Festplatte sich nach 10 Minuten schlafen legt :

/dev/sdb {
spindown_time = 120
}

Mit 'hdparm -C /dev/sdb' auf der Konsole kann man das kontrollieren.

Energieverbrauch VDR nur mit Solid State Disk : 36 Watt
Mit Solid State Disk und Media Festplatte : 39 Watt
Media Platte schlafen gelegt : 36,3 Watt

Das spart nun 2 Gramm CO2 Ausstoß pro Stunde. 
Leider haben meine Anfrage bei Google zu dem Thema schon 36 Gramm CO2 verbraucht.  


27. Einbau ins Gehäuse

Kommt in Kürze !!!

Notizen :

Temperatur :
DISPLAY=:1 nvidia-settings -q GPUCoreTemp

Orig-Lüfter und Mainboard offen Leerlauf : 43
Orig-Lüfter SD : 51
Orig-Lüfter HD 720p : 52
Orig-Lüfter HD 1080i :
Langsam drehender 90 mm Lüfter SD : 53

Offen 720p :
2. Lüfter gegen DVB-Karte : 49
Geschlossen 720p :
Nur CPU-Lüfter : 56
2. Lüfter gegen DVB-Karte : 57
2. Lüfter im Gehäuseboden bläst raus : 56
2. Lüfter im Gehäuseboden bläst rein : 54

Interner USB-Hub : NZXT IU01 interner USB-Hub

Gewünschte Methode: (*) shutdown


28. Editieren der Datei fstab

Die Datei /etc/fstab gibt an, welche Dateisysteme, also welche Festplatten und welche Partitionen beim Start gemounted werden sollen. Beim Editieren dieser Datei ist mir wohl einmal ein Fehler passiert, denn der VDR ist danach nicht mehr gestartet.
Genauer genommen startet Ubuntu keine Dienste wenn ein Mount-Befehl in der fstab fehlt schlägt. Da resultiert dann in einem schwarzen Bildschirm. Ping geht manchmal, andere Dienste antworten nicht. Selbst auf die Konsole kommt man oft nicht.

Dann hilft nur das Starten eines anderen Systems von einer anderen Festplatte oder von einer Live CD. Natürlich kann man auch eine andere Platte mit einer yaVDR-Version starten. Wenn man keine hat erstellt man sich eine Ubuntu Live CD, das geht so :

Iso von hier laden und auf CD-Rom brennen : http://www.ubuntu.com/desktop/get-ubuntu/download

Ich habe dabei "Ubuntu 10.04 LTS" und "32-Bit" gewählt. Ist aber im Prinzip egal. Wer nicht weiss wie man ein ISO auf CD-ROM brennt bitte Mail an mich.

Event. im BIOS einstellen dass zuerst von CD-ROM gebootet wird, dann den VDR Rechner mit eingelegter CD-ROM starten.
"Deutsch" auswählen, dann auf [Ubuntu 10.04 LTS testen] klicken.
Dann mit Alt+Strg+F1 auf eine Konsole wechseln. Dort eingeben :

sudo su
mkdir /disk1
fdisk -l

Die richtige Partition raussuchen, z.B. sda1 (erste Festplatte an SATA, 1. Partition)

mount /dev/sda1 /disk1
cd /disk1/etc

Wenn man Internet-Zugang hat kann man jetzt Midnight Commander installieren (apt-get install mc <Enter> mc<Enter>). Dort kann man mit F4 Dateien editieren.

Wenn man keinen Netzwerkzugriff hat und die Datei mit Bordmitteln ändern muss geht das so :

vi /disk1/etc/fstab

Änderungen wie gewünscht vornehmen. Mit <Esc> wechselt man in den Befehlsmodus, mit <i> kehrt man zurück in den Bearbeitsmodus. <d><d> im Befehlsmodus für Zeile löschen. Mit <Esc> :wq <Enter> speichert man den Text und beendet vi.


29. Hardware Einkaufsliste
 

Hier meine in meinem VDR verbaute Hardware (Stand 01.12.2010, alternate.de) :

Mainboard : Point of View 330-1 (Atom 330, ION, 1 PCI, 1 seriell, 129 Euro)
DVB-Karte : MSI
TV@nywhere Satellite II (49,99)
Gehäuse : MS-Tech MC-1200SI (98,90 Euro)
Festplatte : Western Digital Caviar Green 750 GB (56,90 Euro)
DVD-Laufwerk : LiteOn DVD (24,29 Euro)
Tastatur : MS-Tech LT-390 (22,99 Euro)
Maus : Logitech M195 WL (13,99 Euro, kann ich aber nicht empfehlen)
Fernbedienung : Harmony 650 (69,90 Euro)
Leiser Lüfter für das Netzteil : Noiseblocker BlackSilent Fan X1 (6,99 Euro)
Leiser Lüfter für ION-Graphikchip : Noiseblocker BlackSilent Fan X1 (6,99 Euro)
HDMI-Kabel : Sharkoon Kabel HDMI 2 m (6,49 Euro)
Fernbedienungs-Empfänger : Atric IR-Einschalter Rev.5 (19,90 Euro)
Interner USB-Hub (0 Euro wenn man bastelt)
Summe : 506,33 Euro

Optional :
Solid State Disk : Super Talent Value SSD 2,5" 16 GB (41,49 Euro)
DVB-T Stick : Terratec Cinergy T USB XXS (41,99 Euro)
Besseres Netzteil : be quiet! TFX Power 300W (47,99)
Interner USB-Hub : NZXT IU01 (15,90 Euro)


30. Terrestrischer Empfang

Notizen :

DVB-T Antenne im Eigenbau :

http://www.partyfotos.de/vdr/dvb-t.jpg

http://www.cnet.de/praxis/wochenend/41503233/dvb_t_antennen_im_eigenbau_bester_empfang_dank_reflektor.htm

 

31. Bildschirmeinstellungen zurücksetzen

Im Web-Frontend kann man komfortabel die Auflösung und die Bildwiederholfrequenz des Fernsehers / Beamers einstellen. Wenn man seinen VDR nun an ein anderes Fernsehgerät anschließt (stolz bei einem Freund / bei der Familie vorführen will) dann kann es sein das der Bildschirm dunkel bleibt. Im VDR sind dann noch die Einstellungen des alten Fernsehers gespeichert.

Wie folgt kann man die Bildschirmeinstellungen zurückstellen :

Die Datei /var/lib/yavdr.hdf editieren und dort den Baum system.x11 entfernen.

Dann auf der Konsole :

process-template /etc/X11/xorg.conf.yavdr
stop openbox
start openbox